Neue Erkenntnisse zu Alzheimer

Sogenannte „Tau-Proteine“ stützen bei einem gesunden Organismus das Gerüst einer Nervenzelle. Bei Alzheimer werden diese Proteine vom Zellskelett abgelöst und verklumpen dann. Das sorgt langfristig für das Absterben der Nervenzelle. Das Forschungsteam untersuchte die möglichen Gründe dieses Abtrennens der Proteine und fand heraus, dass das sogenannte „NLRP3 Inflammosom“ eine wichtige Rolle spielt. Das ist ein Proteinkomplex in den Immunzellen des Gehirns, der auch entzündungsfordernde Substanzen freigibt. Diese wiederum können in einer längeren Kette schlussendlich zum besagten Abtrennen der Tau-Proteine vom Zellskelett führen. Außerdem kann das Inflammosom zur Verklumpung eines weiteren Zellbestandteiles führen und abermals das Abtrennen begünstigen. Mit diesen Einsichten könnte sich die Therapie der Alzheimererkrankung verbessern und weiterentwickeln.


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2019)