Zusammenhang zwischen Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erforscht

Im Fachjournal „European Heart Journal“ wurde die Studie, in der über drei Millionen PatientInnen analysiert wurden, erstmals veröffentlicht. Die Ergebnisse sind erschreckend: Etwas weniger als 40 Prozent aller KrebspatientInnen überleben die Folgeerkrankungen nicht. Eine tiefergehende Analyse ergab, dass Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems dabei für drei Viertel der Todesfälle verantwortlich sind. Die genauen Ursachen sind noch nicht bekannt, aber die aggressive Wirkung einer Chemotherapie auf den Körper könnte der mögliche Grund sein. Das Risiko ist nicht nur vor der vorangegangenen Medikation, sondern auch vom Zeitpunkt der Diagnose abhängig: je früher, desto besser. Außerdem besteht besonders im ersten Diagnosejahr einer Krebserkrankung die Gefahr eines Herzinfarktes, da bei der Einweisung ins Krankenhaus oft auch andere Erkrankungen diagnostiziert werden. Ebenso spielt das Alter eine Rolle: Unter 35-Jährige gelten als besonders gefährdet. Im Klinikum Bad Hall werden jährlich rund 1.200 PatientInnen mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems behandelt.


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2019)