Wetterumschwung begünstigt Schlaganfall

Es gibt drei entscheidende Faktoren, die auf den Organismus des menschlichen Körpers eine maßgebliche Wirkung haben können. Schnelle Temperaturveränderungen beeinflussen gleichzeitig Luftdruck und Luftfeuchtigkeit rasant – dabei können rasche Wechsel dieser Werte zu einem erhöhten Risiko von Schlaganfällen führen. Ein Beispiel: Bei einem Temperatursturz von nur drei Grad erhöht sich das Schlaganfallrisiko laut einer aktuellen Studie um elf Prozent.

 

Als besonders gefährdet werden Menschen mit Arterienverkalkungen und Diabetes eingestuft. Ganz allgemein gelten Frauen und Personen mit Bluthochdruck als besonders sensibel bei Wetterumschwüngen. Sehr wetterfühlige Menschen können ihren Körper aber durchaus trainieren und damit desensibilisieren. Für den Körper bedeuten Kältereize Stress, da unter 37 Grad Celsius unsere Organe nicht mehr richtig arbeiten können. Mit wiederholten Kältereizen kann man beim Organismus aber einen Lerneffekt auslösen und damit Stressreaktionen wie Kopfschmerzen reduzieren. Mögliche Behandlungen sind wechselwarme Duschen, Saunabesuche oder ein einfacher Spaziergang. Durch diese Erkenntnisse können Angehörige oder behandelnde ÄrztInnen die Symptome schneller zuordnen und diagnostizieren.

 

Im Klinikum Bad Hall werden jährlich 250 bis 300 PatientInnen nach einem Schlaganfall behandelt.


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2019)