Pflegebedürftig, was nun? Fachkundige Beratung entlastet Angehörige

Was tun, wenn ein Familienmitglied nach einem Schlaganfall den Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen kann und Pflege benötigt? Im Klinikum Bad Hall+Bad Schallerbach unterstützt DGKP Michaela Bruckner mit ihrem Fachwissen Angehörige bei dieser Herausforderung.

 

Nach einem akuten Ereignis oder im Verlauf einer chronischen neurologischen Erkrankung wie Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose stellt sich in der Reha oftmals heraus, dass Patientinnen und Patienten auf die Hilfe Dritter angewiesen sind. „Die Diagnose ‚pflegebedürftig‘ ist für viele Betroffene und ihre Angehörigen erstmal erschreckend. Die weitere Versorgung muss geklärt werden und das Wissen über die Möglichkeiten ist verständlicherweise meist nicht vorhanden. Dementsprechend verunsichert sind viele in dieser Situation“, berichtet die Pflegeberaterin des Standortes Bad Hall, DGKP Michaela Bruckner. „In der Reha betreuen wir die Patientinnen und Patienten während ihres stationären Aufenthaltes vier Wochen lang. Daher wissen wir sehr genau, welche persönlichen Bedürfnisse die oder der Betroffene hat, und genau dieser individuelle Bedarf steht im Vordergrund unserer Beratung“, betont sie.

 

Hilfe im Antragsdschungel

Die Pflegeberaterin informiert in Zusammenarbeit mit den Fachkräften der Ergo- und Physiotherapie Betroffene und ihre Familien über mögliche Hilfsmittel, die die Pflege zu Hause erleichtern und die Mobilität fördern. Ist die Hilfe eines mobilen Pflegedienstes oder die Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung erforderlich, unterstützt Michaela Bruckner bei den schriftlichen Anträgen und leitet diese an die richtigen Stellen weiter. „Mobile Pflegedienste gibt es in jedem Ort, das ist vielen Menschen nicht bewusst. Oft reichen aber auch einfache Hilfsmittel, damit Betroffene den Alltag möglichst selbstständig meistern können. Leider gibt es allerdings, wie überall in der Pflege, zunehmend Versorgungsprobleme aufgrund von Personalmangel. Man findet schwer Pflegeheimplätze und die mobilen Dienste sind ausgelastet. Dieser Umstand erschwert es natürlich, die optimale Lösung für den Patienten zu finden.  Aber die Beratung wird meist als große Hilfe empfunden und die Familien sind dankbar dafür“, freut sich Michaela Bruckner, mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität Pflegebedürftiger leisten zu können.


Zurück
Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2021)